sind als funktionale Orte. Er lässt Wohlfühloasen entstehen; ein Aspekt dabei ist die Lichtplanung.
Der Kommunikations- Raum von Torsten Müller ist so ganz anders, alsman es aus der Sanitärbranche kennt. Man ahnt, warum er bereits im
Jahre 2006 von dem Magazin „Schöner Wohnen“ als Top-Badstudio in
Deutschland ausgezeichnet wurde. Leise Musik schmeichelt sich ins
Ohr, es duftet angenehm, der Raum ist warm und in gedämpftes Licht
getaucht. Kunstvoll in Szene gesetzte Objekte aus der Natur, einige
Muster für Duschabtrennungen, wenige ausgewählte Armaturen und
dann wieder Schwämme und Steine neben einem hölzernen
Badezuber man weiß kaum, wohin man zuerst schauen soll. In diesem
warmen, angenehmen Umfeld fühlt man sich auf Anhieb wohl – und
genau das ist es, was Torsten Müller erreichen möchte. „Meine Kunden
sollen hier einen Eindruck davon bekommen, was ihr Bad später sein
kann“, erklärt er. Für ihn ist ein Bad weit mehr als ein Raum, der nur
übliche Funktionen erfüllen soll. Morgens machen wir uns hier bereit
für den Tag, nutzen die Dusche, um uns zu erfrischen und
aufzuwachen.
Nach getaner Arbeit schalten wir hier ab – tanken vielleicht Kraft für
das Ausgehen am Abend. Und vor dem Schlafen dient das Bad dazu,
den Alltag hinter sich zu lassen und zur Ruhe zu kommen. Heute, in
unserer mobilen Informationsgesellschaft, gibt es kaum noch
Rückzugsrefugien – lediglich im Bad wird noch toleriert, dass man
allein und vorübergehend unerreichbar ist. Und nirgendwo sonst sind
wir so sehr wir selbst wie im Bad – nackt, ungeschminkt und durch
den Spiegel den Blick auf uns selbst gerichtet.
„Umso wichtiger ist, dass man sich hier wohl- und vor allem geschützt
fühlt“, erklärt Torsten Müller seine Philosophie. Und was dieses
Wohlgefühl ausmacht, ist für jeden Menschen ganz individuell. „Am
Anfang jeder Planung steht der Mensch, der das Bad später nutzen
wird“, erläutert der Designer aus Bad Honnef seine Vorgehensweise.
Er kommt vom Fach, hat die Meisterschule in Köln zum Gas- &
Wasserinstallateur besucht, war einige Jahre mit einem
Installationsbetrieb selbstständig und hat damit die Grundlagen von
der Pike auf gelernt. Allerdings gab es dann einige wirtschaftliche und
auch private Probleme, durch die er sich völlig neu orientieren musste
und beruflich noch einmal ganz von vorne anfangen durfte.
Den Fokus richtete er auf das, was ihm schon immer die meiste
Freude bereitete: Maßgeschneiderte Räume zu entwerfen, die alle
Sinne ansprechen. Mit den möglichst preisgünstigen Nasszellen für
Wohnungsbaugesellschaften hatte das nun nichts mehr zu tun –
vielmehr ging es darum, besonders viel Zeit in die Konzepte zu
investieren, um für den Nutzer das Passende zu kreieren. „Meine
Kunden wollen nicht seitenweise Kataloge wälzen – für so etwas
haben sie keine Zeit“, berichtet Torsten Müller, dessen Aufgabe nun
darin besteht, die Kundenwünsche zu erkennen und die passenden
Produkte auszusuchen und zu einem stimmigen Ganzen zu
kombinieren. Dabei geht es nicht nur um Funktionen – es geht auch
um Farben und Materialien, in denen der Kunde sich später wohlfühlt.
„Jeder Mensch hat andere Bedürfnisse und unterschiedliche
Lebenserfahrungen – all das spielt eine Rolle bei der Gestaltung“,
erzählt der Designer. „Nur wer es schafft, die Persönlichkeit des
Auftraggebers zu erfassen, ist auch in der Lage, das Passende für ihn
zu entwerfen“, ist sich Müller sicher. Dabei geht es in erster Linie nicht
darum, alles technisch Machbare umzusetzen. Vielmehr muss die
Lösung für den Kunden maßgeschneidert sein.
Nicht jeden Branchentrend sieht Müller positiv: „Wer Bad und
Schlafzimmer in einem Raum zusammenführen will, der sollte
unbedingt einen Experten zu Rate ziehen“, bringt Müller seine Skepsis
auf den Punkt. „Wohin denn mit der feuchten Luft? Und was wird mit
der Temperatur, die zum Baden sehr warm, zum Schlafen aber sehr
kühl sein soll?“, gibt er zu bedenken. Solche Wünsche sollte man nur
realisieren, wenn man für eine geeignete Lüftung und Entfeuchtung
sorgt, was dann natürlich auch mehr kostet. „Sonst wird der Kunde
aber damit wenig Freude haben“, warnt er davor, am falschen Ende zu
sparen. Vieles zur Funktion der Räume lässt sich schon in einem
Gespräch herausfinden – etwa, ob man gerne badet, alleine oder auch
zu zweit. Oft fährt Torsten Müller zu Beginn der Planung mit seinen
Kunden in eine Badausstellung in der Nähe, um einen ersten Eindruck
über die Wünsche und die spätere Nutzung zu gewinnen.
Vorlieben für Farben, Materialien oder Dekorationen herauszufinden ist
schon weniger einfach – aber auch dafür hat er ein Werkzeug.
Kunden, die zu ihm nach Bad Honnef kommen, sind oft neugierig
wegen der vielen bunten Flaschen, die dort in einer Lichtnische an der
Wand stehen. „Wer mag, darf sich hier vier Flaschen aussuchen, aus
deren Farben ich dann viel über die Persönlichkeit und die Bedürfnisse
herauslesen kann. Das möchte nicht jeder Kunde und ich überrede
auch niemanden dazu“, erklärt er. „Es ist für meine Arbeit aber eine
große Hilfe, denn daraus kann ich ableiten, welches Umfeld dem
Menschen besonders gut tut – beispielsweise natürliche, erdige
Materialien oder bestimmte Farben, die sich dann im Interieur
widerspiegeln.“
Sein Motto „fühlen, genießen, erleben und entspannen“ setzt der
Designer übrigens nicht nur in Räumen um. Auch im Rahmen von
Vorträgen, Seminaren und Event-Veranstaltungen gibt er sein Wissen
über Konzepte für exklusive Objekte weiter. Eine große Rolle spielt
besonders in hochwertigen Bädern ein professionelles Lichtdesign.
Lange vorbei sind die Zeiten, in denen eine Leuchte unter der Decke
und eine am Spiegel ausreichten. „Ohne Systeme wie KNX und das
Abspeichern von Szenarien, die sich auf Knopfdruck abrufen lassen,
geht in hochwertigen Bädern nichts mehr.
„Wer will schon jede Leuchte einzeln schalten oder dimmen, wenn er
abgespannt nach einem Tag voller Termine nach Hause kommt und
ein Bad einlässt?“ Für die Komposition der einzelnen Szenen, die auch
Musik, Beschattung und die richtige Raumtemperatur einschließen
können, unterscheidet Müller zwischen Elementen für die
Grundbeleuchtung, für fokussierende Beleuchtung, die bestimmte
Dekorationselemente in Szene setzt, und dem Brillanzlicht, das man
etwa am Kristallspiegel benötigt.
Für die Installation sorgt Müller nicht selbst hier setzt er auf Betriebe,
mit denen er gute Erfahrungen gemacht hat. „Ich kreiere Konzepte
und nutze dafür ausgefallene Designer-Ware aus der ganzen Welt –
exklusive Produkte, die man nicht überall findet. Für unsere Kunden
kaufen wir dann wie ein Innenarchitekt die Leistungen ein und
überwachen anschließend die Ausführung“, erklärt er. Die vielen
beteiligten Gewerke von Elektro über Sanitär bis hin zu Stuckateuren
oder Medienexperten müssen dabei perfekt zusammenarbeiten, denn
Kunden, die fünf- oder sechsstellige Beträge für ihr Wohlfühl-Spa
ausgeben, erwarten Perfektion und Termintreue. Darum setzt Torsten
Müller ausschließlich auf Betriebe, die bestens qualifiziert sind und
einen guten Namen in der Branche haben. Manchmal sind das
international tätige Meister ihres Faches. „Alles andere wäre zu
riskant.“ Ein Beispiel für seine Arbeit liegt im benachbarten Bad
Godesberg. Dort hat der Inhaber eines Recycling-Unternehmens sein
Bad und sein Gäste-WC von Torsten Müller gestalten lassen. Unter
dem Arbeitstitel Tosca – jedes Projekt erhält einen Namen, den der
Kunde aussuchen kann – entstand hier ein Bad mit besonders
exklusiven Details. Die Duschabtrennung der Firma 3-Form
beispielsweise besteht aus in Kunstharz eingegossenen Birkenzweigen
und war zum damaligen Zeitpunkt eine Weltneuheit. Torsten Müller
brachte ein Muster mit zum Beratungsgespräch und der Auftraggeber
war sofort begeistert und wollte nichts anderes mehr. Gleiches galt für
die Regendusche „Rain Sky E“ aus dem Hause Dornbracht. Auch diese
wollte der Kunde, der sie in einem Hotel erlebt hatte, unbedingt im
eigenen Haus haben. Sie bietet verschiedene Regenarten, kann über
spezielle Düsen auch Nebel erzeugen, leuchtet in unterschiedlichen
Lichtfarben und verströmt ätherische Öle, die anregend oder
entspannen wirken.
Am Boden der Dusche wurde Teak verlegt, wodurch ein sehr
angenehmes, warmes Gefühl am Fuß entsteht – das gleiche Material
wiederholt sich als Wandverkleidung rund um die große, für zwei
Personen geeignete Wanne sowie auf der Außenterrasse, die an den
Spa-Bereich grenzt. Fliesen in Form eines honigfarbenen
Onyx-Mosaiks gibt es im Gäste-WC die Wände des Bades wurden mit
einem Marmariono-Putz versehen, der in der Lage ist Feuchtigkeit
aufzunehmen und so für ein optimales Raumklima sorgt.
Nicht nur die Beleuchtung des Bades – auch Fußbodenheizung,
Jalousien und die Bang-und-Olufsen-Stereoanlage wurden in einzelne
Szenen integriert.
Über einen LED-Router lassen sich hier unterschiedliche Lichtfarben
realisieren, die dem Raum die passende Atmosphäre geben. So gibt
es Szenen wie „relax“ für ein ausgedehntes Entspannungsbad, in der
die passende Musik erklingt, der Raum in warmes Licht getaucht und
angenehm temperiert ist.
„Entscheidend ist, dass der Kunde bei allen technischen Möglichkeiten
in der Lage ist, die Technik mit wenigen Handgriffen zu bedienen“,
betont Torsten Müller. Nach seinen Erfahrungen nutzen die Kunden die
vielen Möglichkeiten eines solchen Bades nur dann, wenn sie gut mit
der Bedienung klar kommen. Andernfalls werden sie später
unzufrieden, denn sie haben relativ viel Geld investiert – erleben aber
keinen Mehrwert. „Nicht Trends oder das technisch Machbare, sondern
der Mensch muss im Mittelpunkt der Planung stehen – nur wenn er
sich später wohlfühlt und in der Lage ist, alles zu bedienen, habe ich
meinen Job gut gemacht!“, bringt Torsten Müller seine Philosophie
sehr anschaulich auf den Punkt.
www.design-bad.com
Erfolgskonzept
Torsten Müller dokumentiert mit seinem Erfolgskonzept auf
eindrucksvolle Art und Weise, wie man sich mit einem klaren
Premiumkonzept vom Wettbewerb absetzen kann. Damit ein solches
Unterfangen am Ende von Erfolg gekrönt ist, sind strategisches
Denken, technisches Wissen und Professionalität im Marketing
gefragt. Was in der Bäderwelt Erfolg verspricht, lässt sich problemlos
auch auf die Elektroinstallation übertragen. Unternehmer, die hier
konsequent auf ein Topsegment und eine entsprechende
Kundenstruktur setzen, haben beste Erfolgsaussichten, denn „Klasse
1“ ist immer gefragt und darüber hinaus für Krisen wenig anfällig.

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