Dienstag, 16. September 2014

Handwerkerseite des Jahres Jurymitglieder Torsten Müller im Interview



Am 1. August startete "die Handwerkerseite des Jahres" mehr dazu finden Sie hier: handwerkerseite-des-jahres.de/jury.html als Jurymitglieder habe ich Torsten Müller für myHammer ein paar Fragen beantworten

1„Worauf kommt es an, um in den sozialen Medien erfolgreich zu sein“?
Kunden fallen selten vom Himmel. Umso wichtig ist es, potenziellen Neukunden immer neue Anreize und Inspirationen zu geben, sich mit dem Firmenangebot auseinanderzusetzen. Im Gegensatz zu Presseaktivitäten ist bei Sozialen Medien vor allem die 'persönliche' Ebene ausschlaggebend. Wichtige und zugleich der Vorteil von Sozialen Medien ist damit die authentische Kommunikation. Verbraucher haben ein ausgeprägten Fingenspitzen dafür, was Werbung und ernstgemeinte Information ist. Folgt man diesem Prinzip, sind Firmen auch in den Sozialen Medien erfolgreich.
2„Was macht eine gute Handwerker-Webseite aus“
Zunächst sind die technischen Anforderungen zu erfüllen - das heisst, dass die Webseite ebenfalls für Smartphones und Tablets optimiert ist. Sehr beliebt sind zudem kurze Videos, die Prozesse erklären oder neue Leistungen vorstellen. Darüber hinaus sollte der Mix aus Text und Bildern passend sein. Informationen sind schnell zu vermittelt. Damit muss sich die Handwerkerseite auch den heutigen Medienkomsumsgewohnheiten anpassen, wo Verbraucher selten in der Tiefe lesen sondern die Informationen teils nur überfliegen.
3„Sollte jeder Handwerker ins Internet“?
Wie seit jeher gilt, man muss mit der Zeit gehen. Zudem ist es heute gelebte Gewohnheit, dass sich Verbraucher vorab im Internet informieren - welche Leistungen werden angeboten, was gibt es für Referenzen, was für Feedback haben die bisherigen Kunden gegeben. Verzichtet man auf seine Web-Visitenkarte, kostet es den Kunden heute extreme Überwindung, den Handwerker ohne jede Information persönlich aufzusuchen. Das Neukundengeschäft reduziert sich dann häufigt auf Kundenempfehlungen.
4„Was ist das wichtigste, um als Handwerker Erfolg zu haben?“
Um für Neukunden attraktiv zu sein, sollten mehrere Faktoren berücksichtigt werden: eine authentische Kommunikation und Präsentation der Leistungen, der Einblick hinter die Kulissen, um Kunden von der Qualität der eigenen Arbeit vorab zu überzeugen und der Aufbau eines eigenes Images, was die Abgrenzung zum Wettbewerb erleichtert und gleichzeitig Alleinstellungsmerkmale schafft.
5„Gibt es etwas, was Handwerkerwebseiten speziell besitzen sollten – im Gegensatz zu anderen Webseiten?“
Um im Web überzeugen zu kommuzieren, gilt es seine Leistungen transparent und glaubwürdig darzustellen. Hier sind zunächst keine Grenzen gesetzt. Darüber hinaus besteht die Herausforderung, die Webseite optimal auf die Internet-Suchgewohnheiten der Interessenten abzustimmen, so dass diese nicht nur über Google Adwords gefunden wird, sondern auch über die organische Suche. Hilfreich sind vorallem so genannte Backling, also Referenzverlinkungen von anderen Webseiten zu eigenen Webseite. Dies errreicht man unter anderem über Kooperation, Aktionen und Berichte in der Presse.
6 "Über 50 Prozent der Handwerksbetriebe haben noch immer keine Webseite – warum?“
Die Gründe sind wohl vielfältig - weniger Wettbewerb in z.B. ländlichen Regionen, fehlender Expansionsdrang, Traditionsunternehmen wo der Juniorchef noch nicht am Ruder ist oder Betriebe, wo kein Nachfolger gefunden wurde oder gesucht wird. In 10 Jahren werden wir, da bin ich mir sicher, eine ganz andere Situation vorfinden.

7„Was gefällt Ihnen nicht am Internet“
Ein negativer Trend ist bestimmt der durch das Internet befeuerte Preiskampf, unter dem insbesondere Hersteller leiden. Ansonsten ist es eine Frage, die sich für mich nicht ergibt.

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